Systemische Arbeit

  • Systemische Arbeit - Elizabeth Reimers

Systemische Arbeit als System der Familienordnung

Jeder Mensch wird in das System seiner Familie beziehungsweise in ein System von Beziehungen hineingeboren. Die Systemische Arbeit geht von der Annahme aus, dass die Beziehungen und Ordnungen innerhalb des Systems (Beziehung der Eltern zueinander, unsere Beziehung zu den Eltern, der Platz in der Geschwisterreihe, unausgesprochene und ausgesprochene Familienregeln u.v.a.m.) unmittelbare Wirkung auf uns, unser Tun und Lassen in der Gegenwart haben. Zur Ordnung des Systems gehören auch unsichtbare Beziehungen und Bindungen.

In der systemischen Arbeit stellen wir das System der Familienordnung nach und können dadurch Identifikationen und Verstrickungen innerhalb des Systems erkennen, lösen und Familienbotschaften ans Licht befördern. Alte, unter Umständen fesselnde Innenbilder können so befreit und durch neue ersetzt werden, wodurch eine neue Ordnung hergestellt werden kann.

In der neuen Ordnung erhalten alle zum System gehörigen Menschen ihren Platz und erhalten ihre Anerkennung und Wertschätzung dessen, was sie sind und was sie innerhalb des Systems geben; auch zuvor Ausgeschlossene. Durch Herstellung der Ordnung wird für den Einzelnen die Lösung von Konflikten und Heilung möglich. Unter Umständen auch für die Familie als Ganzes.

Die systemische Arbeit ist sehr stark lösungsorientiert und folgt wie die Gesprächs- und Gestalttherapie den Grundsätzen der humanistischen Psychologie.